Der in Frankreich lebende Fotokünstler Alfons Alt hat eigens für die Unternehmenszentrale im Leitz-Park in Wetzlar ein Glas-Kunstwerk angefertigt. Angebracht auf der dreigeteilten Fensterscheibe an der Nordseite des Foyers, ist die Installation ein echter Blickfang und bereichert die Erlebniswelt. Und wer schon immer mal Leice besuchen wollte, hat jetzt die Möglichkeit. Das „Kreiswerk“ kann kostenlos während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Die Erlebniswelt im Leitz-Park ist von Montag bis Freitag zwischen 10 und 20 Uhr sowie samstags von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.

Für sein „Kreiswerk“ hat sich der Künstler Alfons Alt von der Objektivgeometrie und Charlie Chaplins Filmklassiker „Moderne Zeiten“ inspirieren lassen. Wie in der berühmtesten Szene des Films stehen in seinem Triptychon kreisförmige Scheiben in einem spielerischen Verhältnis zueinander. Um sein Werk ebenso bewegt erscheinen zu lassen wie Chaplins Filmszene, nutzt Alt die Energie der simultan auftretenden Farben und versetzt sein interplanetarisches Glasperlenspiel so in Schwingung. Sein Ziel, das Medium Fotografie mit Materie zu ergänzen und mit „der Wärme der Malerei aufzubrechen“ (Alfons Alt), erreicht der Künstler in jahrelang erprobten, nahezu alchimistisch komplizierten Vorgängen. Für die Herstellung seines Kunstwerks im Leitz-Park hat er mit dem Mittelformatsystem Leica S gearbeitet. Das „Kreiswerk“ kann kostenlos während der Öffnungszeiten der Leica Erlebniswelt besichtigt werden.

Leitz Park

Leitz Park

Im Leica Erlebnisbereich erfahren Besucher außerdem alles zur Geschichte und Gegenwart des Unternehmens sowie zur optischen Fertigung „Made in Germany“. Neben den Meilensteinen der Leica Produktgeschichte werden dort in Wechselausstellungen auch seltene Exponate und Sammlerstücke aus der Unternehmensgeschichte gezeigt. Hinzu kommt eine Festinstallation mit Leica Sportoptikprodukten: 17 Fernglasmodelle aus verschiedenen Jahrzehnten geben einen Überblick in die vergangenen 100 Jahre der Leica Fernoptikentwicklung.

Unmittelbar neben Produkt- und Ausstellungsfläche befinden sich die frei einsehbaren Fertigungsbereiche. Durch drei Panorama-Fenster haben Gäste Einblick in die Reinräume, in denen die Linsen, Objektive und Kameras in der Leica Manufaktur gefertigt werden. Um weitere Informationen zu vermitteln, sind einzelne Fensterscheiben mit Touchscreens ausgerüstet. Wie auf dem Smartphone können Besucher darauf durch Wischen und Tippen Filme, Fotos und Erläuterungen abrufen.

Besonderer Höhepunkt der Leica Erlebniswelt ist die Leica Galerie mit wechselnden Fotoausstellungen. Zum Jubiläum der Kameralegende „Leica M“ werden dort derzeit zwei Ausstellungen gezeigt: „Magic Moments – 60 Jahre Leica M“ ist eine Auswahl an hochkarätigen Aufnahmen verschiedener Leica Fotografen aus den vergangenen sechs Jahrzehnten. Ergänzend dazu stellt das zweite Projekt „100 Fotografen – 100 Porträts“ der amerikanischen Fotografin Claire Yaffa in liebevoll angefertigten Schwarzweiß-Porträts die Fotografenpersönlichkeiten hinter der Kamera vor. Beide Projekte sind bis zum 4. Januar 2015 zu sehen.

Darüber hinaus gehört auch eine einzigartige Fotoinstallation mit dem Titel „36 aus 100“ zum kulturellen Angebot. Das Fotoprojekt umfasst insgesamt 36 ikonische Leica Fotografien aus den vergangenen 100 Jahren, die den Mythos der Marke Leica mitbegründet haben.

Im ansässigen Store mit integriertem Fotostudio, der montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet ist, können sich Interessenten über alle aktuellen Leica Produkte informieren und diese direkt erwerben. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Der Aufenthalt im Leitz-Park lässt sich mit einem Besuch im Restaurant oder Kaffeehaus mit eigener Konditorei abrunden. Das Kaffeehaus ist von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis18 Uhr und Samstag von 10 bis 17 Uhr (in der Zeit von 10 bis 13 Uhr mit einem Frühstücksangebot) geöffnet.

Die Erlebniswelt im Leitz-Park ist von Montag bis Freitag zwischen 10 und 20 Uhr sowie samstags von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Über Alfons Alt

1962 im bayrischen Illertissen geboren, lebt Alfons Alt seit 1985 in Frankreich. 1993 ließ er sich in Marseille nieder und gründete in der still gelegten Tabakmanufaktur Friche Belle de Mai eine

experimentelle Werkstatt für alternative Fotografie. Zahlreiche Ausstellungen in Frankreich, Spanien, Deutschland, Portugal, Ägypten, Belgien, zum Teil begleitet von Buch-Publikationen, dokumentierten seit 1988 den Werdegang von Alfons Alt. Seine Werke befinden sich in internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen. Seit 2001 verbindet den Preisträger des European Publishers Award für Fotografie eine Partnerschaft mit Leica. 2012 hat er beispielsweise in der Galerie Salzburg mit seiner Ausstellung „Album“ für viel Aufmerksamkeit gesorgt.

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