Tipp: WildeWasserWeg im Tiroler Stubaital

Der WildeWasserWeg im Tiroler Stubaital ist ein erwanderbares Naturjuwel. Auf insgesamt 10 Kilometern mit 1‘200 Höhenmetern laden malerisch gelegene Hütten und Almen, saftig grüne Hochplateaus, bizarr geschliffene Felsformationen, sanft fliessende Bäche, peitschende Wasserfälle, türkisblaue Gebirgsseen und in der Sonne gleisende Gletscherfelder immer wieder zum Staunen und Verweilen ein. Die Eröffnung eines neuen Wegabschnitts verspricht zudem, dass das Wandern an naturnahem Wasser diesen Sommer noch spektakulärer wird. So verläuft der verlängerte WildeWasserWeg nun auch durch eine abenteuerliche Schlucht am Ruetzbach – dem so genannten Ruetz Katarakt – und ermöglicht es, reissende Stromschnellen von nahem zu bestaunen.

Der WildeWasserWeg besteht aus drei Etappen, die am Stück oder einzeln ausgekundschaftet werden können. Genussaufenthalte mit gesundheitlichem Nutzen, abenteuerliche Erkundungstouren, Nachmittage mit der Familie am kühlen Nass oder aussergewöhnliche Veranstaltungen wie die Genuss-Wandernächte sorgen dafür, dass die Besuche am WildenWasser in Erinnerung bleiben.

Grawa Wasserfall am WildeWasserWeg im Stubaital.  Foto: Andre Schoenherr
Grawa Wasserfall am WildeWasserWeg im Stubaital.
Foto: Andre Schoenherr

Spektakuläre Erweiterung vereint Gegensätze

Die Etappen des WildeWasserWeges sind entgegen der Fliessrichtung des Wassers bis hin zur eigentlichen Quelle, einem Gletschersee unterhalb des Sulzenauferners, angelegt worden. Gestartet wird in der neuen WildeWasser Arena, die bei einem Steinbruch im Neustifter Ortsteil Ranalt liegt. Hier werden Besucher das erste Mal über die Bedeutung des Wassers für das Stubaital informiert und Verweilplätze laden ein die Sinneseindrücke unverfälschter Natur auf sich wirken zu lassen. Taleinwärts führt der Weg spannend weiter. Eine Klamm, der Ruetz Katarakt, stellt den neuesten und zugleich wohl spektakulärsten Abschnitt der Tour dar. Hier könnten die Gegensätze grösser nicht sein: Wandert man zunächst noch am Ufer des gemächlich fliessenden Ruetzbaches, ist man im
nächsten Moment umgeben von tosenden Wassermassen. Zwei, teils über dem Abgrund hängende Plattformen als auch ein Holzsteg vermitteln eindrucksvoll die unbändige Kraft des Baches. Dank dieser Naturgewalt ist die spektakuläre Schlucht mit kleinen Wasserfällen und Stromschnellen entstanden. Am Ausgang des Katarakts, wie eine durch Blöcke und Felsriegel gegliederte
Stromschnelle bezeichnet wird, gelangt man zur urigen Tschangelair Alm. Hier bietet sich die Gelegenheit, noch eine kurze Rast einzulegen, bevor es zum Endpunkt der ersten Etappe am Naturdenkmal Grawa Wasserfall geht. Der gesamte erste Abschnitt wurde barrierefrei angelegt, so dass er wirklich von jedem Besucher und auch mit Kinderwägen leicht begehbar ist. Die feierliche
Eröffnung des Ruetz Katarakts findet am 12. Juli 2015 in der WildeWasser Arena statt.

Grawa Wasserfall – gesundheitsfördernder Aspekt

Grawa Wasserfall – gesundheitsfördernder Aspekt
Die zweite Etappe startet am Herzstück des WildeWasserWeges, dem Grawa Wasserfall. Nicht nur das herrliche Naturschauspiel der sich herabstürzenden Wassermassen begeistert jährlich unzählige Besucher. Der breiteste Wasserfall der Ostalpen besitzt auch einen gesundheitsfördernden Aspekt, wie eine wissenschaftliche Untersuchung ergeben hat. Durch eine Kombination aus Wandern und
regelmässigen, zirka einstündigen Aufenthalten am Fusse des Wasserfalls kann eine Verbesserung der oberen Atemwege erzielt und das persönliche Empfinden der Atemqualität gesteigert werden. Ideal dafür sind die Holzliegen auf der kunstvoll an die Landschaft angepassten Plattform am Fusse des Wasserfalls.

Vom Tal aufwärts bis über die Baumgrenze hinweg, vorbei an zwei weiteren Plattformen am Wasserfall, leitet der Weg schliesslich hinauf auf ein unerwartetes Hochplateau mit sandigen Schwemmflächen und reich verzweigten Mäandern sowie der idyllisch gelegenen Sulzenaualm. Immer in Sichtweite des Sulzenaufalles, dem mächtigsten von drei Wasserfällen in diesem Talkessel, geht es schliesslich noch einmal hoch über eine felsige Abbruchkante zur Sulzenauhütte, die wie ein Adlerhorst dort oben thront.

Natürlich gewachsener Gletscher-Lehrpfad

Auf der dritten und letzten Etappe des WildeWasserWegs gestaltet sich die Berglandschaft von der Sulzenauhütte bis zum Fuss des Sulzenauferners wie ein von der Natur angelegter Gletscher-Lehrpfad. Selten können die verschiedenen Erscheinungsbilder der Gletscherlandschaft so eindrucksvoll auf so geringer Distanz bestaunt werden: Mit Ausblicken auf die hoch oben thronenden
zerklüfteten Türme des Gletscherbruchs des Sulzenauferners und auf das Zuckerhütl wandert man durch die Landschaft. Vorbei an grossen Moränenseen, türkisblauen Bergseen wie der „Blauen Lacke“ oder über glatte und bunte Gletscherschliffe gelangen Wanderer zu einem Gletschersee unterhalb des Peiljochs. Dort ist schliesslich auch der Punkt erreicht, wo das WildeWasser das erste
Mal an die Oberfläche trifft, somit seine Reise ins Tal beginnt und der Wanderer des WildeWasserWeges seine Tour beendet.

Veranstaltungen am WildeWasserWeg

Die landschaftlich ausgefallenen Kreationen die das abfliessende Wasser über Jahrhunderte zum Vorschein gebracht hat – und immer noch bringt –, können am WildeWasserWeg den ganzen Sommer über bestaunt werden. Ausgefallene Veranstaltungen finden dort jedoch nur an ausgewählten Terminen statt. Etwa die feierliche Eröffnung des Ruetz Katarakts am 12. Juli 2015 mit dazu passendem Rahmenprogramm oder die beiden Genuss-Wandernächte am 31. Juli und am 14. August 2015. Dann schlendern Wanderer über den barrierefreien Wanderweg bis hin zum Grawa Wasserfall und sammeln genussvolle Eindrücke. Dazu gehören kulinarische Köstlichkeiten der Stubaier Genussbetriebe ebenso wie die Aussichten auf dezent beleuchtete Naturschauspiele.

WildeWasser Pauschale

Um die ganze Pracht, Vielfalt und Wirkung des WildeWasserWeges ausgiebig geniessen zu können, sollte man sich Zeit nehmen. Ideal hierfür ist ein Aufenthalt verbunden mit umfangreichen Zusatzangeboten. Dies ermöglichen die WildeWasser-Aktivwochen. Neben Übernachtungen mit Verpflegung sind geführte Wanderungen mit Stubaier Bergführern und tolle Souvenirs zum nach Hause Mitnehmen inkludiert.

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Blog-Tipp

Der Blog Wandern im Südtirol sorgt immer wieder für einen guten Input und sei an dieser Stelle hier zu Lesen empfohlen!

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