Einen Gegenstand zu verlieren beziehungsweise zu verlegen ist menschlich, sodass wohl jeder diese Situation schon einmal erlebte. Der Ärger darüber ist in der Regel schnell verflogen, das Problem des verlorenen Gegenstandes bleibt aber. Bei manchen Dingen ist es kein Drama, ändert sich jedoch bei Sachen wie einer teuren Bohrmaschine, der Brieftasche oder dem Schlüsselbund drastisch. Die Chancen auf eine erfolgreiche Suche hat viel mit Glück zu tun, denn viele Finder wissen gar nicht was zu tun ist oder halten den Ablauf für zu kompliziert. Dieses Problem hat sich das Schweizer Startup Lostndfound.com angenommen und bietet eine einfache aber dennoch sehr effektive Lösung an. Das Unternehmen wurde 2014 gegründet und wird von Christian Häfliger und seinen drei Söhnen Lukas, Michael und Remo geleitet. Der Sitz der Firma liegt im schweizerischen Stans.

Startup Idee und QR Codes

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Die Grundidee hinter diesem Konzept sind QR-Codes und eine persönliche Identifikationsnummer (ID), die auf jeden wichtigen Gegenstand angebracht wird. Dadurch weiß quasi jeder Finder, wem der Gegenstand gehört und kann den Besitzer kontaktieren. Der ganze Prozess fängt bei der Registrierung an, die je nach Wunsch am PC oder über die kostenlose App erfolgt. Die eingetragenen Daten spielen eine wichtige Rolle, damit im Fall der Fälle ein Kontakt hergestellt werden kann. Ist dieser Schritt abgeschlossen, dann werden die Stickers und Gadgets verschickt, die sowohl den persönlichen QR-Code als auch die ID aufgedruckt haben. Dem Nutzer dieser Leistung bleibt es nun selbst überlassen, an welchen Gegenständen er einen solchen Sticker anbringt. Es gibt auch kein Limit, da jederzeit Nachschub bestellt werden kann. Gehen wir nun von der Brieftasche aus, die mit einem Sticker versehen ist und sich nach Feierabend plötzlich nicht mehr in der Jacke befindet. Es stellt sich heraus, dass die Geldbörse während des Fußmarsches nach Hause herausgefallen ist. Eine nachkommende Person findet diese aber zum Glück und muss lediglich den QR-Code scannen oder die ID auf der Homepage eingeben. Das war es auch schon, da nun eine Mitteilung an den Besitzer verschickt wird, dass der Gegenstand gefunden wurde. Alle weiteren Gänge werden direkt zwischen Finder und Besitzer abgesprochen. Das betrifft nicht nur das Thema Finderlohn, sondern auch die Übergabe. Diese findet meistens persönlich (sollte immer bevorzugt werden) oder per Post statt.

Startup Idee: Lost and Found

Die Registrierung ist natürlich kostenlos und der Dienst kann anschließend 30 Tage kostenfrei getestet werden. Bedenkt man den geringen Preis für ein Jahresabo (30 Franken), dann ist die Entscheidung für oder gegen diesen Service ein Kinderspiel. Schließlich will niemand mehrere Hundert Euro für ein verlorenes Smartphone riskieren, wenn ein effektiver Schutz für alle wertvollen Gegenstände bedeutend weniger kostet. Zumal auch der Vorteil besteht, dass lostndfound auf der ganzen Welt funktioniert und alle Familienmitglieder ein Abo nutzen können. Die Idee des Unternehmens ist einfach brilliant und jeden einzelnen Cent wert.

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