Wenn Herr und Frau Schweizer für den Skiurlaub eine Landesgrenze passieren, heisst das Ziel meistens Österreich. Dabei lohnt es sich beim Navi in der Länderliste nicht ganz soweit zu scrollen, sondern schon bei I wie Italien stehen zu bleiben.

Klar, beim Stichwort „Italien“ denkt man zuerst an Gondoliere in romantischen Kanälen, schiefe Türme und schöne Strände. Italien hat aber – vor allem dank dem Südtirol – auch im Winter einiges zu bieten. Die Wintersport-Region rund um Alta Badia bietet zum Beispiel über 130 Pistenkilometer. Aktuell sind es zwar ein paar Kilometer weniger. Wegen der anhaltenden Trockenperiode fehlt auch in Alta Badia noch der lang ersehnte Schnee. Zugegeben, wenn man vom Tal zu den Hängen blick und dort die weissen Pistenstreifen aus Kunstschnee sieht, die sich zwischen grünen Tannen und bräunlichen Wiesen hindurchschlängelt, packt einem nicht gerade der Carving-Virus.

Wer es aber trotzdem wagt, wird gleich mehrfach belohnt. Schon nach wenigen Metern auf den Skiern erkennt man das Weltcup-Niveau der Pistenpräparateure. Die weisse Schneeautobahnen sind fantastisch präpariert und führen bis vor die Hoteltüre.

Alta Badia Romantikzimmer Hotel La Perla

Alta Badia Romantikzimmer Hotel La Perla

Heimelige Hotelzimmer laden zur gemütlichen Jause nach dem Skitag ein wie hier das Romantik Zimmer im Hotel La Perla.

Von einfachen Anfängerpisten (böse Zungen sprechen hier auch vom Idiotenhügel) bis zur schwarz markierten Gian Risa Piste, auf welcher am 20. Dezember der Weltcup Riesenslalom der Männer stattfindet, gibt’s für jeden die passende Abfahrt und man vergisst dabei im Nu, dass man 5 Meter neben der Piste problemlos noch eine Herbstwanderung durchführen könnte.

Alta Badia – Gourmet Skisafari

Dass man sich hier trotz hoher Bergen und urchiger Dialekte in Italien befinden, wird einem spätestens klar, wenn der Magen knurrt. Das Essen ist hier nämlich ein zentraler Bestandteil des Skiausfluges und wird auch dementsprechend zelebriert. Lange Schlangen vor grossen Pommes Frites Eimern und trockenen Schnitzelbergen sucht man hier vergebens. Vielmehr wird das Skifahren in eine Degustations-Fahrt verwandelt und somit zu einem weiteren Highlight des Skitages. „Gourmet Skisafari“ nennt sich das Konzept, bei dem 8 Skihütten aus dem Skigebiet teilnehmen. Jede Skihütte präsentiert eine Kreation eines renomierten Spitzenkoches, der entweder aus Süditalien oder aus dem Südtirol stammt. Die Palette reicht von Gerstenrisotto mit geschmortem Spanferkel über Spaghetti Aglio Olio mit Jakobsmuscheln bis hin zum Saibling auf Kartoffel-Bruschetta. Die Qual der Wahl wird insofern entschärft, indem man mit einem Gourmet-Ticket für 40 Euro gleich 4 Speisen inkl. Weinbegleitung probieren darf. Einzig das „Kaffi am Pischterand“ muss noch extra bezahlt werden. Es besteht definitiv die Gefahr, dass man am Ende des Skitages eine positive Kalorienbilanz aufweist. Kein Problem, die Ski-Service-Stationen auf der Piste können im Notfall die Skibindungen auf 1-2 Kilo mehr einstellen.

Alta Badia Pistenfahrzeug

Pistenspass für Frühaufsteher. Mit dem Pistenfahrzeug früh morgens zur Las Vegas Lodge und nach dem Frühstück die Pisten noch vor Liftöffnung geniessen.

Wer sich also beim Weg in die Skiferien über den Brennerpass nach Alta Badia wagt, wird dafür nicht nur mit dem einzigartigen Panorama der Dolomiten sondern auch mit erstklassigen Skipisten und kulinarischen Höhenflügen belohnt.

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