Am 24. Februar kommen auf Einladung des Zürcher Kammerorchesters gleich zwei Echo-Klassik-Preisträger im Fraumünster zusammen: Der deutsche Klarinettist David Orlowsky und das A-cappella-Ensemble Singer Pur stellen die Klagelieder des Propheten Jeremia in einem neuartigen Klanggewand vor.

David Orlowsky

David Orlowsky ist international für sein fesselndes und ausdrucksstarkes Klarinettenspiel bekannt und gilt heute weltweit als einer der führenden Interpreten des Klarinettenrepertoires. Gemeinsam mit dem Ensemble Singer Pur, zusammengesetzt aus hervorragenden Vokalsolisten aus dem süddeutschen Raum und der Schweiz, hat Orlowsky ein phantasievolles Programm um die Klagelieder Jeremias erarbeitet. Dabei handelt es sich um alttestamentliche Bibelgesänge, die dem Propheten Jeremia zugeschrieben werden. Die Klagelieder blicken aus der Perspektive von Augenzeugen auf das von den Babyloniern im Jahr 586 v. Chr. zerstörte Jerusalem.

Ensemble Singer Pur (Foto Arne Schultz)

Ensemble Singer Pur (Foto Arne Schultz)

Für die Erarbeitung des Programms haben sich der Instrumentalist und das Sänger-Ensemble wochenlang eingeschlossen und experimentiert, heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr in der Welt der Klassik. Entstanden ist ein durchgehendes, rund 70-minütiges Programm ohne Zwischenapplaus. David Orlowsky möchte dabei mit der Klarinette quasi als siebte Stimme neben den Sängern auftreten. Die Klagelieder Jeremias werden in der Version des Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 bis 1594) in Szene gesetzt. Darüber hinaus werden Werke eines weiteren Renaissance-Komponisten, Carlo
Gesualdo (1566 bis 1613), interpretiert. Mit Matan Porat steht aber auch ein junger, zeitgenössischer Komponist auf dem Programm. Eine spannende Mischung aus Alt und Neu.

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