Daniel Schmidheiny ist schlicht das Richtmass der Schweizer Biker-Szene. Insbesondere wenn es um 24 Stunden Mountainbike-Rennen geht. Und jetzt, nach zwei Solo 24 Stunden MTB siegen greift er nach dem WM Titel in Schottland! Am 11.-12. Oktober findet in Fort William, Schottland,Grosbritannien 😉 das von der WEMBO organisierte Race statt.

Nach erfolgreicher Saison erfolgt für Daniel Schmidheiny der Höhepunkt im Oktober

Die 24h Mountainbike Rennen sind die Vorliebe vom Langdistanz-Spezialisten Daniel Schmidheiny. Dieses Jahr feierte er bei den beiden einzig verbleibenden Schweizer 24h Bike Rennen in Davos und Schötz jeweils einen überlegenen Sieg. In Davos konnte er bereits dreimal hintereinander (2012, 2013, 2014) reüssieren, in Schötz stand er bei der ersten Teilnahme gleich zuoberst auf dem Podest. Nun möchte sich der in Uhwiesen wohnhafte Hobby-Biker der internationalen Konkurrenz stellen und startet am 11.-12. Oktober in Fort William in Schottland an der Weltmeisterschaft. Hier messen sich die Grössen der 24h MTB Einzelstarter zum letzten Showdown des Jahres. Das angelsächsisch dominierte Starterfeld mit Teilnehmern aus aller Welt wird den Weltmeistertitel am Fusse des Ben Nevis auf einem ca. 15km langen Rundkurs beim 24 Stunden dauernden Rennen ausmachen.

WEMBO 2014 – Trail Teaser with Hannah Barnes from frazer on Vimeo.

24h Mountainbike Rennen – ein Sache für hartgesottene und zähe Extrembiker

Die Tatsache, während 24h im Sattel eines Mountainbikes zu sitzen, ist im ersten Moment nicht für jeden vorstellbar. Die zurückgelegten Distanzen von rund 400km und ca. 12‘000Hm sind Ausdruck davon, was an solchen Rennen geleistet werden muss, um aufs Treppchen steigen zu können. Im Unterschied zu ähnlichen Veranstaltungen im Rennradsport (Tortour Schweiz, Race Around Austria etc.) finden diese Rennen auf einem geschlossenen Rundkurs statt. Dabei wechseln sich anstrengende Aufstiege auf Schotter, rutschige Wiesenpassagen und holprige Singeltrails miteinander ab und verlangen von den Fahrern ein hohes Mass an Körpereinsatz und Geschicklichkeit. Mit hellen Scheinwerfern und voller Konzentration werden auch in der Nacht die Rundenzeiten kaum reduziert, die Abfahrten werden weiterhin in horrendem Tempo gefahren (über 60km/h auf Schotterstrassen). Ist die Nacht einmal überstanden gilt es für die verbleibenden 6-8 Stunden die letzten Reserven zu mobilisieren.

Daniel Schmidheiny konnte dieses Jahr mit Fahrzeiten von knapp 21 Stunden (Davos) und 21.5 Stunden (Schötz) seine Konkurrenz deklassieren und die Siege souverän nach Hause fahren.

Tägliches Training und alternative Trainingsmethoden – die letzten Wochen

Als Geschäftsführer- und Inhaber eines Versicherungstreuhandunternehmens sowie eines Onlineshops für Fahrradzubehör ist es schwierig, das zeitintensive Training mit der beruflichen Auslastung zu koordinieren. „Es ist nicht immer einfach, die richtige Balance zwischen Sport, Beruf und Privatleben zu finden“, meint Daniel Schmidheiny und verweist auf alternative Trainingsmöglichkeiten. In Zürich trainiert er bei einem ETH-Spinoff namens Training & Diagnostics, welche sich auf alternative, wissenschaftlich erforschte Trainingsmethoden spezialisiert hat. Hier holt er sich in einem höchst intensiven Spezialtraining den letzten Schliff. Mittels Okklusion wird die Beinmuskulatur von der Sauerstoffzufuhr getrennt und bewirkt nach der Regeneration eine wesentlich höhere Leistungsfähigkeit. Trotzdem: eiserne Disziplin beim Training und der Ernährung sind der Grundbaustein seiner jetzigen Kondition, welche er sich mit rund 12‘000km und 170‘000Hm im Jahr 2014 antrainiert hat. „Vor jedem Wettkampf teste ich 1-2 Wochen vorher meine aktuelle Form. Die neue 50er Mountainbike Route rund um den Kanton Schaffhausen ist dafür bestens geeignet. Sie entspricht ziemlich genau dem Profil eines 24h Rennens“ erläutert der Uhwieser. Dieses Jahr hat er seinen eigenen Streckenrekord nochmals verbessert. Für zwei volle Runden à 160km/3650Hm brauchte er dieses Jahr 13h56m, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22.8km/h entspricht.

Und warum ein Sportpost in einem Wellness Magazin? Es ist eben kein reiner Sportanlass, sondern Dani engagiert sich für andere:

Sportliche Leistungen für einen guten Zweck – Swiss Charity Sports

Obwohl Daniel Schmidheiny mehrfach für professionelle Mannschaften angefragt wurde hat er zusammen mit einem Kollegen 2013 den gemeinnützigen Verein Swiss Charity Sports gegründet. Seither sammeln er und seine Vereinskollegen durch sportliche Erfolge Spendengelder und leisten so gleichzeitig auch einen karikativen Beitrag. Swiss Charity Sports unterstützt Projekte für soziale Integration, Bewegung und Persönlichkeitsentwicklung von behinderten, wirtschaftlich sowie sozial benachteiligten Menschen. Mit den Mitgliederbeiträgen und Spendeneinnahmen engagiert sie sich in der Schweiz – national und regional – und setzt sich für Menschen ein, die weniger privilegiert sind. Die Spenden werden dieses Jahr für insieme Schaffhausen gesammelt und für Sportkurse aller Art eingesetzt.

Go for Gold, bring en hei! Mit den allebersten Wünschen unsererseits!

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