Die Bremsen sind die sicherheitsrelevantesten Teile eines Fahrzeugs. Sind die Bremsbeläge oder -scheiben beschädigt oder verschlissen, reduziert sich die Bremswirkung.

Der verlängerte Bremsweg kann Fahrer und Unbeteiligte in gefährliche Unfälle verwickeln. Deshalb müssen die Scheiben und Beläge regelmäßig überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden. Doch wie sehen verschlissene Bremsscheiben aus?

Der Aufbau einer Scheibenbremse

In allen modernen Fahrzeugen sind Scheibenbremsen verbaut. Trommelbremsen finden sich teilweise an den Hinterachsen älterer Fahrzeuge, LKWs und kleinmotoriger Autos. Die Hinterbremse ist aber nur für circa 30 Prozent der Bremskraft verantwortlich. Die meiste Arbeit leisten die Vorderbremsen. Eine Scheibenbremse besteht aus einer Bremsscheibe, einem Bremssattel, den Bremsbelägen und einem Schlauchsystem mit Bremsflüssigkeit. Die Scheibe ist fest mit dem Reifen verbunden und dreht sich während der Fahrt mit. Der Bremssattel ist an der Achse montiert. In ihm sitzen die Beläge. Betätigt der Fahrer das Bremspedal, wird der Druck zunächst im Bremskraftverstärker verstärkt. Dann leitet die Bremsflüssigkeit den erhöhten Druck zum Bremssattel weiter. Dort drückt ein hydraulischer Kolben die Beläge auf die Scheiben: Das Fahrzeug wird abgebremst.

Der Bremsvorgang wandelt Bewegungsenergie in Wärme um. Durch die Hitze und die starke Reibung beim Bremsen, verschleißen die Komponenten mit der Zeit – trotz spezieller Legierungen und hitzebeständiger Materialien. In modernen Fahrzeugen erfassen elektronische Systeme den Verschleiß der Beläge. Bei älteren Modellen hilft eine Sichtkontrolle. Die Beläge verschleißen schneller und sind günstiger als die Scheiben.

Woran erkenne ich den Verschleiß einer Bremsscheibe?

Eine neue Bremsscheibe ist an allen Stellen gleich dick und besitzt keinen Rand. Mit der Zeit schleifen sich die Flächen ab und am äußeren Ende der Bremsscheiben bildet sich eine Kante. Diese können Sie erfühlen.
Wenn die Stärke der Scheibe die Verschleißgrenze erreicht, muss sie ausgetauscht werden. Die Verschleißgrenze variiert je nach Modell. Am besten erkundigen Sie sich beim Hersteller und messen die Scheibe mithilfe einer Schieblehre nach. Kontrollieren Sie die Bremsscheibe auch auf Risse, tiefe Rillen und ungleichmäßige Abnutzung. Eine gerissene Bremsscheibe muss sofort ausgetauscht werden. Tiefe Rillen sind ein Zeichen für abgenutzte Beläge. Bei Fahrzeugen die längere Zeit nicht bewegt wurden, bildet sich schnell Flugrost auf den Scheiben. Er ist kein Zeichen für Verschleiß und verschwindet bei der nächsten Fahrt wieder. Sollte die Bremsscheibe hinüber sein lohnt sich ein Besuch bei Autoteilexxl.ch. Der Onlineshop verkauft Scheiben und Beläge für alle gängigen Fahrzeugmodelle.

Austausch nur mit Fachkenntnissen

Die Scheiben müssen immer achsenweise ausgetauscht werden. Ansonsten verzieht das Auto beim Bremsen. Außerdem empfiehlt es sich, zusätzlich zu den Scheiben auch die Beläge auszutauschen. Die alten Beläge könnten sonst durch ihre abgenutzte Oberfläche die neuen Scheiben beschädigen. Da es sich bei den Bremsen um sicherheitsrelevante Teile handelt, sollten Sie den Austausch nur mit ausreichend Fachkenntnissen vornehmen. Wichtige Tipps liefern Reparaturhandbücher, die es für fast alle Fahrzeugmodelle gibt.

Foto: Auto-Medienportal.Net/GTÜ

Print Friendly, PDF & Email