Citizenship Protocols Residency: Wie San Martín de los Andes zum Labor für die Zukunft von Migration und Staatsbürgerschaft wird

Inmitten der spektakulären Bergkulisse Patagoniens versammelt sich vom 18. Oktober bis 18. November 2025 eine ungewöhnliche Gemeinschaft: Autorinnen, Künstler, Forscher und Visionäre kommen in San Martín de los Andes zusammen, um nichts Geringeres zu entwerfen als die Zukunft von Migration, Staatsbürgerschaft und Zugehörigkeit. Gastgeber ist Plumia, eine Initiative, die Grenzen neu denkt und digitale Städte jenseits klassischer Nationalstaaten erprobt.

Der Auftakt, vom 18. bis 28. Oktober, steht unter dem Motto „Prototyping the Future“. Zwischen Bergwanderungen, Marktbesuchen und einer Bootsfahrt bis in chilenische Gewässer werden Modelle entwickelt, die den Nationalstaat optional machen könnten. Ziel: Gemeinschaften schaffen, die nicht nur Jahrzehnte überdauern, sondern auch unabhängig von geografischen Grenzen funktionieren.

Vom 29. Oktober bis 5. November folgt „Borderless Protocols: Design Fiction Week“, eine kreative Werkstatt für Grenzlosigkeit. Mit Hilfe von „Protocol Design Fiction“ entstehen Visionen, Geschichten und Kunstwerke, die in Publikationen wie Protocolised und Borderless ein internationales Publikum finden werden.

Der letzte Abschnitt, vom 6. bis 15. November, widmet sich der Praxis:

„Experimental Migration: White Paper Sprint + Mini-Summit“

Hier entsteht ein gemeinsames White Paper zu „Citizenship Protocols“, begleitet von einer Mini-Konferenz, die gefilmt und weltweit verbreitet wird.

Zwischen Sternenhimmel, alpiner Natur und politischen Debatten will das Residency-Programm Antworten finden auf Fragen, die Staaten, Gesellschaften und digitale Communities in den kommenden Jahrzehnten beschäftigen werden: Wie wollen wir zusammenleben, wenn Grenzen verschwimmen? Und wie kann Zugehörigkeit aussehen, wenn sie nicht mehr an einen Pass gebunden ist?

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