Mentale Wellness für jedermann: So pflegen Sie Geist und Seele


Yogamatte: Das braucht es alles für eine erfolgreiche Yogastunde - Titelbild des Blogposts

Die aktuellen Statistiken sind besorgniserregend: Einer aktuellen Umfrage von Satista zufolge erfuhren 30 Prozent der befragten Deutschen in den vergangenen Monaten Stress, Ängste und Depressionen, und lagen damit auf Platz sechs der Nationen, die am meisten mit mentalen Problemen zu kämpfen hatten. Wellness für Geist und Seele ist damit ebenso wichtig wie für den Körper. Doch welche Methoden eigenen sich am besten, um mentale Erholung in den Alltag zu integrieren?

Keine Frage, Menschen sind heute vielbeschäftigter denn je und die Reizüberflutung erfolgt andauernd: der berufliche Stress nahm in den vergangenen Monaten stark zu, zum einen durch die Unsicherheit der wirtschaftlichen Lage, aber auch der zunehmend schwindenden Grenze zwischen Job und Privatleben, seitdem viele Menschen verstärkt von zuhause arbeiteten. Nachrichten, Chats und Social Media sind über unsere Smartphones allgegenwärtig, und die Terminkalender sind oft derart randvoll mit beruflichen wie auch persönlichen Verpflichtungen, dass man kaum noch zum Verschnaufen kommt. Wer aktiv Stress abbauen und die mentale Wellness fördern möchte, muss dafür erst die Zeit finden – am besten in kurzen, aber effektiven Zeitinkrementen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

Spiele, die entspannen

Videospiele, die entspannen – gibt es das überhaupt? Wichtig ist hierbei zu bedenken, dass jeder Mensch auf unterschiedliche Weise Ausgleich zum Stress findet. Einige Menschen mögen beispielsweise bei Sportwetten einen mächtigen Adrenalinschub erleben, andere finden diese Freizeitbeschäftigung absolut relaxend, zumal beim Gewinnen das Glückhormon Endorphin freigesetzt werden. Erwiesen ist mittlerweile, dass Games Depressionen verringern können, da sie die Spieler in eine Zufluchtswelt versetzen, es ihnen erlauben sich mit ihrer Gefühlswelt – wie beispielsweise Einsamkeit – auseinanderzusetzen und Menschen in Multi-Player Games zudem miteinander verbinden, so Isolation verringern und soziale Kontakte fördern. Zudem muss es nicht immer ein Ballerspiel sein: angesagte Games wie Minecraft, Animal Crossing: New Horizons, Stardew Valley oder der Klassiker Solitaire sind über Smartphone- und Tablet-Apps wie auch auf Konsolen und Handhelds zu haben und laden zu einer kurzen Partie zwischen den täglichen Verpflichtungen ein.

Meditation

Meditation kann viele Formen annehmen, dass man dabei stundenlang stillsitzen oder ein ganzes Wochenende schweigend in einem Aschram verbringen muss, schreckt viele Menschen ab und entspricht auch nicht der Wahrheit. Heute gibt es gerade im elektronischen Bereich ein umfassendes Angebot an Apps und Podcasts, die das In-sich-gehen einfach machen, ganz gleich, ob im Büro oder auf dem Weg nach Hause. Verschiedene Podcasts sehen die Meditation beim Spazierengehen vor, wobei vor allem die Integration von Bewegung, Bewusstsein und Atmung gepaart erwiesenermassen Stress abbauen. Frische Luft tanken, die Natur beobachten und dabei Gefühle der Dankbarkeit erwecken senkt den Blutdruck und rückt viele Probleme ins rechte Licht. Wer lieber einen ruhigen Ort findet und im Sitzen oder Liegen meditiert, braucht dies ebenfalls nicht in einer organisierten Gruppe oder im Yoga-Studio tun: Smartphone-Apps wie Headspace, Calm, 7Mind oder Zenify bieten angeleitete Meditationen in verschiedenen Längen und für jede persönlich Vorliebe, oft auch als praktisches Abonnement.

Yoga, Pilates, Qigong und Co

Die östlichen Lehren zur Kontrolle des Geistes und Förderung des Bewusstseins haben natürlich schon lange ihren Weg in den Westen gefunden und werden hierzulande immer beliebter. Der Vorteil dabei: in der Regel gibt es keine körperlichen Einschränkungen oder Altersbegrenzungen, um sie auszuüben – Kinder wie Senioren im reifen Alter finden so Ruhe und Entspannung. Pilates ist beispielsweise ein ganzheitlicher Körpertraining, in dem man ganz schön ins Schwitzen kommen kann, ebenso wie bestimmte Yoga-Techniken, wie Ashtanga und Hatha, während es bei Yin-Yoga eher ruhig und entspannend zugeht. Qigong ist hingegen besonders gut für Menschen mit Rückenproblemen geeignet, fördert laut Expertenaussage das Immunsystem und verbessert Kraft und Kondition, wirkt gleichzeitig jedoch mental entspannend. Auch hier hat man die Wahl sich einer Gruppe oder einem Verein anzuschließen wie auch das ein oder andere Angebot online zu finden – sei es über YouTube-Videos oder andere Streaming-Service.

ASMR Videos: der neue Wellness-Trend

Ein relativ neuer Trend und vor allem bei jungen Menschen beliebt sind ASMR-Videos, die mittlerweile auf unzähligen YouTube-Kanälen angeboten werden. ASMR steht kurz für „Autonomous Sensory Meridian Response”, wobei bestimmte audiovisuelle oder taktile Reize ein angenehmes Kribbeln im Kopf auslösen. Wirklich spannend sind diese Videos nicht, dabei werden beispielsweise bestimmte Mundgeräusche wie Schnalzen, Flüstern oder Schlecken gemacht, Fingernägel trommeln leicht auf Dosen oder Kratzen sanft eine Oberfläche. Klingt nervig, bewirkt aber das Gegenteil: sie entspannen die Sinne und sollten sogar gegen Depressionen vorbeugen, besonders wenn sie über Kopfhörer angehört werden. Die Popularität der YouTube-Channels sprechen für sich, die bekanntesten haben über eine Million-Follower.

In 5 Minuten zur Gelassenheit

Wer unter Stress, Angstzuständen oder Stimmungstief leidet, jedoch befürchtet für organisierte Wellness-Programme einfach keine Zeit zu haben, sollte also durchaus einen Blick auf elektronische Angebote werfen, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen und per Download oder Mouse-Klick in Sekunden zur Verfügung stehen. Ein wenig Zeit für die mentale und seelische Gesundheit einzuräumen, macht sich jedoch bezahlt: nach einem kurzen Spaziergang in der Mittagspause oder fünf Minuten Meditation auf dem Weg zur Arbeit in öffentlichen Verkehrsmitteln ist man gleich viel produktiver und nimmt schwierige Situationen oder Konflikte mit Kollegen weitaus gelassener hin. Perspektive ist alles, und oft reicht es schon am Schreibtisch die Augen zu schließen und über fünf Dinge nachzudenken, für die man dankbar ist, oder sich einige Minuten auf tiefes Atmen zu konzentrieren.

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