Naturkosmetik – gesund und umweltfreundlich


Pickel

Aufgrund vieler negativer Faktoren (Ölkrisen, Waldsterben, Umweltverschmutzung usw.) entwickelte sich glücklicherweise in den letzten 50 Jahren, angetrieben durch die Wissenschaft der Ökologie, ein gesellschaftsweites Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein. Dieses Bewusstsein darüber, dass es dem Menschen und seiner Gesundheit zugutekommt, wenn dieser im Einklang mit Flora und Fauna lebt, führt zu einem positiven Umweltveralten. So legen immer mehr Verbraucher bei Lebensmittel, Kleidung oder Gegenständen des täglichen Gebrauchs Wert auf ökologisch sinnvolle Produkte. Ein Bereich, in dem sich in Bezug auf ökologische Erzeugnisse in den letzten Jahren viel getan hat, ist die Kosmetik. Der folgende Ratgeber soll daher grundsätzliche Fragen zum Thema Naturkosmetik und vegane Kosmetik klären.

Begriffsklärung „Naturkosmetik“ und „vegane Kosmetik“

Eine der Hauptschwierigkeiten bei der Begriffsbestimmung ist die Tatsache, dass es keine gesetzliche Definition für den Ausdruck „Naturkosmetik“ gibt. Aber es gibt einen Konsens bei den Verbrauchern darüber, welche Inhaltsstoffe unerwünscht sind in „grünen Pflegeprodukten“. So werden PEGs (Polyethylenglykole), Silikone, Paraffine und weitere petrochemische Stoffe als unvereinbar mit Naturkosmetikprodukten angesehen.
Die inhaltlichen Bestandteile von Naturkosmetika sind pflanzlicher, mineralischer oder tierischer Art. So kommen Arganöl, Sojaöl, Kakaobutter oder Bienenwachs als Öle, Fette und Wachse zum Einsatz. Ebenso finden ätherische Öle, Kräutermixturen, Blütenextrakte und natürliche Aromen Verwendung. Natural Beauty – so bezeichnet Douglas die Produkten mit Pflanzen-Power und zertifizierte Naturkosmetik.

Bei veganer Kosmetik wird gänzlich auf Inhaltsstoffe, die tierischen Ursprungs sind, verzichtet. Das bedeutet traurigerweise aber nicht gleichzeitig, dass das vegane Produkt auch ohne Tierversuche in der Entwicklungsphase auskommt. Denn auch der Begriff „vegan“ ist durch den Gesetzgeber nicht klar definiert.

Nachhaltige, tierversuchsfreie Kosmetik

Ein kontrollierter biologischer Anbau sollte die Inhaltsstoffe für Naturkosmetika liefern. Dies garantiert auch die Nachhaltigkeit dieser Produkte. Um die Tensid-Belastung für die Umwelt zu senken, werden hauptsächlich schwächere, pflanzliche Tenside in Naturkosmetikprodukten verwendet.
„Frei von Tierversuchen“ bedeutet bei Naturkosmetik, dass weder einzelne Inhaltsstoffe noch das Endprodukt an Tieren getestet wird. Hierzu hat die EU seit März 2013 rechtsverbindliche Kriterien festgelegt.

Auswahl der richtigen Naturkosmetik

Sich für die Verwendung von Naturkosmetika zu entscheiden, ist das eine, aber die Schwierigkeit besteht darin, geeignete Produkte für sich zu finden. Verschiedene Gütesiegel wurden deshalb mittlerweile entwickelt, an denen man sich als Verbraucher orientieren kann.
Gut beraten ist man mit dem Siegel des BDIH (Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen), der Zertifizierung von Natrue oder von Ecocert. Diese garantieren die Einhaltung der genannten Standards. Außerdem bestätigen sie, dass die so gekennzeichneten Produkte frei von Mikroplastik und unerlaubten Konservierungsstoffen sind. Gleichzeitig wird auf synthetische Farb- und Duftstoffe verzichtet. Eine Blume als Siegel bedeutet vegan. Ein Siegel mit einem Hasen zeigt an, dass das Produkt tierversuchsfrei ist.
Es gibt aber auch Naturkosmetika ohne Siegel, da manche Hersteller auf eine teure Zertifizierung verzichten, obwohl ihre Erzeugnisse die Kriterien erfüllen. Da kann der Überblick schnell verloren gehen und man sollte sich nicht davor scheuen, die Experten im Einzelhandel zu befragen.

Gesundheitliche Vorteile von Naturkosmetik

Der Verzicht auf synthetische Inhaltsstoffe in Naturkosmetika hat eine hohe Verträglichkeit zur Folge. Gerade Menschen, die Schwierigkeiten mit der Hautverträglichkeit haben, profitieren gesundheitlich von Duschgels, Shampoos oder Cremes aus dem Bereich der Naturkosmetik. Die tägliche Körperpflege trägt dadurch aktiv zur Förderung der persönlichen Gesundheit bei.
Gerade in der heißen Jahreszeit ist es beispielsweise sehr wichtig, die Haut feucht zu halten. Produkte aus dem Bereich der Naturkosmetik können dabei unbedenklich mehrfach am Tag zum Einsatz kommen.
Für Allergiker gilt allerdings auch im Bereich der Naturkosmetika, die Inhaltsstoffe genau zu prüfen, ob nicht Ingredienzien dabei sind, die eine allergische Reaktion hervorrufen können.
Im Wesentlichen aber steht fest, dass man sich selbst und der Umwelt mit Naturkosmetika etwas Gutes tut.

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