Online-Hilfe in der Coronakrise: Berner Start-up hält Velohändler im Geschäft


Online-Hilfe in der Coronakrise: Berner Start-up hält Velohändler im Geschäft
Online-Hilfe in der Coronakrise: Berner Start-up hält Velohändler im Geschäft

velocorner.ch ist der neue Online-Marktplatz für E-Bikes und konventionelle Fahrräder. Fachhändler und Private können neue und gebrauchte Velos zum Verkauf anbieten. Über 160 Fachhändler mit insgesamt 7‘000 Inseraten machen die Plattform zum grösstenOnline-Velomarktplatz der Schweiz. Den Fachhandel will das Berner Start-up in der Pandemiekrise unterstützen.

Den aktuell 160 Fachhändlern, die bei velocorner.ch ihre Bikes anbieten, sollen für bis zu zwei Monaten alle Abonnementskosten erlassen werden. Auch Neukunden bekommen geschenkte Zeit und beim Zahlungsziel sei das Start-up flexibel.

„Der Fahrradfachhandel hat früh an unser Konzept geglaubt – 130 Fachhändler hatten bei uns ein Abonnement abgeschlossen, bevor die Plattform überhaupt gestartet war. Die jetzige Situation trifft uns alle, wir sind aber im Online-Business etwas gefeit und möchten dem Schweizer Velofachhandel mit aller Kraft entgegenkommen“

so Mario Friedli, Mitgründer velocorner.ch.

Breitflächige Unterstützung des Fachhandels, nicht nur finanziell

Da die Mitarbeiter des Start-ups auch keine Kundenbesuche mehr tätigen können und Events abgesagt worden sind, unterstützt velocorner.ch seine Kunden in ihrer eigenen Kommunikation, also um deren Geschäft online besser sichtbar zu machen und im Idealfall trotz Krise Velos verkaufen zu können.

„Wir sind für Kunden da und helfen via Fernwartung und Telefon und zeigen auf, wie Shops und Velos online optimal zur Geltung kommen. Auch haben wir vereinzelte Kunden, die wir in ihrer eigenen Kundenkommunikation unterstützen, beispielsweise beim Aufsetzen von Kundenmailings“

sagt Stéphanie Leitzmann, Social-Media-Manager bei velocorner.

Velofahren: Freizeitaktivität und Mobilitätsform mit minimalem Infektionsrisiko

Gerade jetzt, wo vielerorts Stillstand herrscht, viele Arbeitnehmer im Home-Office sind oder aus Langweile neue Aktivitäten gesucht werden, scheint Schweizerin und Schweizer das Velofahren neu zu entdecken. Man ist draussen, macht Sport und ist einander trotzdem nicht zu nah. Eine Recherche zu Suchanfragen bei Google (Google Trends) zeigt, dass in den letzten Tagen vermehrt nach „Freizeitaktivitäten“ und insbesondere „Velofahren“ gesucht wird. Dies bestätigt Velosuisse, der Branchenverband der Fahrradimporteure, welcher schon am 11. März in einer Medienmitteilung meldete, die Pandemie habe die Nachfrage nach Velos erhöht – nicht zuletzt, um der Ansteckungsgefahr im öffentlichen Verkehr auszuweichen.

Alternative für den Fachhandel

Es wäre falsch, dies als „Chance“ zu bezeichnen und dennoch gibt es vor allem in der momentanen Situation dank des digitalen Wandels einen alternativen Absatzkanal für die hiesige Fahrradindustrie. Während es in anderen Branchen kaum noch Möglichkeiten gibt, Einkünfte zu erzielen, haben Werkstätten von Transportmitteln noch Spielraum. Das Geschäft muss zwar geschlossen bleiben, Fahrzeuge wie das Velo dürfen aber repariert oder gewartet werden.

Online-Markplätze bieten Händlern eine Art digitales Schaufenster. Diese können insbesondere durch den zurzeit enormen Zuwachs an Internetnutzern (u.a. durch Home-Office) sowie der in der Beliebtheit gestiegenen Freizeitaktivität Velofahren viele potenzielle Kunden ansprechen. Eine Übergabe des Fahrzeugs kann unter Berücksichtigung der Anforderungen des BAG oder per Lieferdienst erfolgen. velocorner.ch ist überzeugt, dass die Schweizer Velobranche diesenKrise überstehen und digital gestärkt daraus hervorgehen wird.

Rasantes Wachstum der Plattform

Von 60‘000 Seitenbesuchen im April 2019, als die ersten Inserate online gingen, hat sich die Zahl der Besuche ein Jahr später verfünffacht. Eindrücklicher Beweis dafür, dass das Interesse an velocorner.ch bedeutend ist und hier eine Plattform entsteht, auf die der Velohändler im Zeitalter der Digitalisierung zurückgreifen sollte.

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