Hacking Habitat: Internationale Ausstellung mit 80 Künstler in Utrecht


Stanza, The Memesis Machine, 2014

Im ehemaligen Gefängnis am Wolvenplein in Utrecht wird am 26. Februar 2016 die große Ausstellung Hacking Habita: ART OF CONTROL eröffnet. Achtzig internationale Künstler und Designer zeigen dort bis zum 5. Juni ihre Arbeiten auf der Schnittfläche von Kunst, Technologie, sozialem Wandel.

Als Ort der Ausstellung fungiert das Gefängnis als Metapher für das zeitgenössische Phänomen, wie uns die technologischen, politischen und wirtschaftlichen Systeme derzeit beeinflussen. In der Atmosphäre des ehemaligen Gefängnisses wird die Erfahrung der digitalen Haft zusätzlich verstärkt. Ist das Smartphone ein Panoptikum unserer Zeit? Hacking Habitat nimmt den Zuschauer mit in ein turbulentes Science-Fiction-Erlebnis in Echtzeit. Kontrolle wird direkt erlebbar. Die Ausstellung zeigt den kraftvollen Protest, in dem Künstler die Fäden in der Hand halten. Spielerisch erobern sie unsere direkte Umgebung, hacken unsere alltäglichen Gewohnheiten und öffnen gleichzeitig Räume für Besinnung, Diskussionen und mögliche Erneuerungen.

Gefängnis

Hacking Habitat besteht aus zwei Erzählsträngen: die der weltweit zunehmenden Technokratie und die der sie bekämpfenden Gegenseite. Dabei geht es nicht einfach nur um Gut und Böse. Die Ausstellung fragt vielmehr danach, wie ein Gleichgewicht gefunden werden kann zwischen Technologie und Menschlichkeit. So wurden unter dem Motto: Wie bleibt das Leben in Zukunft lebenswert? Reaktionen von unterschiedlichen Teilnehmern gesammelt. Künstlerische Auftragsarbeiten wurden nach dem Prinzip entwickelt: disconnect to reconnect. Denn wie stellen wir die Verbindung zwischen Mensch und Maschine wieder her?

Um eine größtmögliche thematische Bandbreite zu zeigen, sind alle Kunstformen in der Ausstellung vertreten: Theater und Film, Malerei und Installationen, Soundarbeiten und interaktive Spiele, aber auch Do-it-yourself-Workshops. Die Werke garantieren hohe künstlerische Qualität ebenso wie die vorangegangene Ausstellungen Niet Normaal (2010) und Ja Natuurlijk (2013) der organisierenden Stiftung Niet Normaal. Mit den eigenwilligen Ausstellungen im Biennaleformat, die sich schnell zu echten Publikumsmagneten entwickelten, bewies Niet Normaal sein Gespür für zeitgenössische Fragestellungen.

Praktische Information
Ausstellungszeitraum: 26. Februar bis 5. Juni 2016

Ort: Gefängnis Wolvenplein, 3572 CD Utrecht, Niederlande
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von jeweils 10.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt: Online Vorverkauf: Studenten 9 Euro, Erwachsene 12,50 Euro,

Gruppen ab 10 Personen 8 Euro p.P. (online anmelden)
An der Kasse: Studenten 10 Euro, Erwachsene 15 Euro
Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt

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